„Gezeigt, dass wir vorn dabei sind“

Pressemitteilung vom 14.01.2024

„Gezeigt, dass wir vorn dabei sind“

BDR-Sportdirektor Patrick Moster zieht zufriedene EM-Bilanz

Der Bund Deutscher Radfahrer gewann bei der Bahn-Europameisterschaft in Apeldoorn in den Niederlanden drei Gold-, drei Silber – und drei Bronzemedaillen und war damit eine der erfolgreichsten Nationen dieser Titelkämpfe. Herausragend waren einmal mehr die weiblichen Sprinterinnen, die in allen Disziplinen Medaillen holten, aber auch Theo Reinhardt und Roger Kluge glänzten mit Gold im Madison. Hervorzuheben ist auch Franziska Brauße, die Silber in der Einer-und Bronze in der Mannschaftsverfolgung gewann.

Die Sprinterinnen des BDR haben alle Erwartungen erfüllt, und zum Auftakt der Titelkämpfe gleich den ersten Sieg gefeiert: Lea Friedrich, Emma Hinze und Pauline Grabosch gewannen Gold im Teamsprint, Friedrich und Hinze jubelten später über Silber und Bronze im Sprint, Pauline Grabosch wurde im 500-m-Zeitfahren mit Bronze dekoriert, und am Schlusstag gab es noch einmal  Edelmetall im Keirin.

„Sie sind ein sehr solides Turnier auf hohem Niveau gefahren,“ urteilte Bundestrainer Jan van Eijden in Apeldoorn. Sehr positiv bewertete van Eijden die Leistungssteigerung von Anfahrerin Pauline Grabosch: „Sie hat sich gesteigert, ist in Apeldoorn persönliche Bestzeit gefahren.“ Einen guten Einstand in die Eliteklasse feierte Clara Schneider vom RSV Finsterwalde, die im Zeitfahren den Einzug ins Finale schaffte.

Die Männer blieben – anders als 2023 in Grenchen und 2022 in München – diesmal ohne Medaillen.  Im Teamsprint belegten Luca Spiegel, Nik Schröter und Maximilian Dörnbach Platz fünf. Dörnbach, der ´22 und ´23 jeweils eine Bronzemedaille im 1000-m-Zeitfahren gewann, wurde diesmal im Kampf gegen die Uhr Fünfter und belegte im Keirin Platz acht.

Man merke deutlich, befand van Eijden, dass das Niveau bei allen Nationen zugenommen hat. Auch die Deutschen haben sich verbessert: „Dörnbachs gefahrene Zeit war schneller als im letzten Jahr beim Gewinn der Bronzemedaille. Seine Entwicklung ist positiv.  Die Männer werden sich in den nachfolgenden Nations Cup-Wettbewerben noch steigern,“ glaubt van Eijden. „Bei der EM waren alle noch nicht in Höchstform. Das Jahr hat schließlich erst begonnen.“

„Der Sprintbereich der Männer bleibt aber unsere Achilles-Ferse,“ sagte Sportdirektor Patrick Moster, der insgesamt ein positives Fazit dieser EM zieht. „Wir sind mit dem Ergebnis zufrieden. Dort, worauf es ankommt, haben wir gezeigt, dass wir mit vorn dabei sind,“ meinte Moster am Rande der Titelkämpfe, und sprach damit vor allem den Sprintbereich der Frauen, Madison der Männer und Mannschaftsverfolgung Frauen an. „Jetzt gilt es, weiter zu arbeiten und die Positionen zu stärken, damit in Paris ähnlich gute Leistungen abgerufen werden können.“

Der Neustart von Bundestrainer Sven Meyer sei sehr gut geglückt. Dafür sprechen die vierten Plätze des Vierers der Männer und der von Tobias Buck Gramcko in der Einerverfolgung. „Die Konkurrenz war in Apeldoorn stärker als letztes Jahr in Grenchen. Der Vierer ist mit 3:51 Minuten so schnell gefahren wie lange nicht mehr,“ so Moster.  Das Experiment, Tim Torn Teutenberg in der Mannschaftsverfolgung einzusetzen, hat funktioniert. Der Kölner hat sich stark präsentiert. „Er hat das Vertrauen, das ich in ihn setzte, gerechtfertigt,“ sagte  Meyer.

Eine Klasse für sich waren die Brandenburger Roger Kluge und Theo Reinhardt, die mit Können und Routine und dem richtigen Gespür für die entscheidenden Rennsituationen ihren Titel im Madison zum zweiten Mal erfolgreich verteidigten.

Im Frauen-Ausdauerbereich liegt die Konzentration klar auf dem Vierer. Darüber gilt es, die Olympia-Quali abzusichern. In den Massenstarts könnte der BDR auf Lea Lin Teutenberg setzen, die in Apeldoorn überraschend die Silbermedaille im Ausscheidungsfahren gewann.

„Wir sind der Olympia-Qualifikation einen Schritt nähergekommen, die Bronzemedaille im Vierer war das Ziel. Wir kommen voll aus der Trainingsphase und sind noch weit weg von dem, was uns im Sommer abverlangt wird. Aber darauf lässt sich aufbauen“, befand Bundestrainer André Korff.

 
 
 

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