Belgier geben in Lorsch den Ton an
Die Belgier waren die überragende Nation bei den Europameisterschaften der Querfeldeinfahrer. Drei von vier Titeln gingen an die Sportlerinnen und Sportler aus dem Nachbarland. Die deutschen Starterinnen und Starter konnten bei der Medaillenvergabe nicht mitmischen, überzeugten aber mit einigen guten Platzierungen.

Wout van Aert, der bereits beim Weltcup-Auftakt überzeugen konnte, setzte sich im Rennen der männlichen U23 gegen seinen Landsmann Laurens Sweeck durch. Dritter wurde Jakub Skala aus Tschechien. Die deutschen Fahrer konnten sich nicht unter den ersten 20 platzieren. Bester Fahrer war Felix Drumm (Radsport Rhein-Neckar) auf Platz 22. Es folgten: 23. Paul Lindenau (RV Germania Hamburg), 25. Max Lindenau (RV Germania Hamburg), 27. Lukas Meiler (TSV Oberammergau), 30. Justin Rudolph (Radteam Cöpenick), 34. Rico Seidel (Radteam Seidel Luckenwalde).

Vier Fahrerinnen bestimmten lange das Rennen der Frauen. In der letzten Runde konnte die Belgierin Sanne Cant einen knappen Vorsprung auf Pavla Havlikova aus Tschechien und Nikki Harris (Großbritannien) herausfahren. Mit-Favoritin  Helen Wyman büßte nach einem Defekt einige Sekunden ein und wurde Vierte. Lisa Heckmann vom VC Darmstadt kam als Elfte ins Ziel. Stefanie Paul (RSG Hannover) und Yvonne Fiedler (Schöneberger RV Iduna) belegten die Plätze 17 und 18. Agnes Naumann (RSV Bike Arge St. Märgen) stürzte bereits in der ersten Runde und musste das Rennen vorzeitig aufgeben.

Jesssica Lambracht vom RSC Hildesheim hat mit ihrem neunten Platz im Rennen der Juniorinnen/U23  bei den Querfeldein-Europameisterschaften in Lorsch für die beste BDR-Platzierung gesorgt. „Eine Platzierung unter den Top-Ten lag im Bereich ihrer Möglichkeiten. Das ist ein gutes Resultat,“ meinte BDR-Vize-Präsident Günther Schabel (Frankfurt). Neue Europameisterin in dieser Rennklasse wurde die Niederländerin Sabrina Stultiens, die sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Martina Mikulaskova aus Tschechien lieferte. Dritte wurde – mit 24 Sekunden Rückstand – Alice Arzuffel aus Italien. Johanna Müller (RC Endspurt Herford) beendete das Rennen auf Rang 27., Lina Rausch vom RSC Oldenburg konnte das Rennen nach einem schweren Sturz nicht zu Ende fahren und musste ins Krankenhaus gebracht werden.

Bei den Junioren gab es einen belgischen Doppelsieg durch Eli Iserbyt und Jappe Jaspers. Bronze ging an den Schweizer Johan Jacobs. Für die beste deutsche Platzierung sorgte Ludwig Cords (Harvestehuder RV) auf Rang 20.  Die übrigen Ergebnisse: 30. Poul Rudolph (Radteam Cöpenick), 40. Björn Traenckner (RSC Wiesbaden),  45. Maximilian Möbis (BSV Berlin), 46. . Martin Meiler (TSV Oberammergau), 49. Raphael Schröder (RC Kleinmachnow), 50.Lauritz Urnauer (Harburger RG), 55. Tarik Haupt (Zehlendorfer Eichhhörnchen).

„Wenn man bedenkt,  dass unsere Sportlerinnen und Sportler so gut wie keine Auslandseinsätze hatten, sind die Ergebnisse zufriedenstellend. Sicherlich gibt es bis zur Weltmeisterschaft einiges zu tun, aber wir haben leider nicht die Möglichkeiten wie unsere Nachbarn in Belgien, für die der Querfeldeinsport ein Volkssport geworden ist,“ bilanzierte Schabel.

17 Nationen standen in Lorsch am Start und erlebten eine bestens organisierte Europameisterschaft bei sehr warmem Herbstwetter und vor einer prächtigen Zuschauerkulisse.

Das Rennen der Elite, das nicht zur Europameisterschaft zählte, gewann ebenfalls ein Belgier: Dieter vanThourenhout siegte zeitgleich vor Philipp Walsleben (BKCP-PowerplusU und Sascha Weber ( VERANCLASSIC -DOLTCINI/7 Sek. zur.)

 

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